Johansen Hörtraining

Nur was das Kind richtig hören kann,

kann es auch richtig sprechen und schreiben.

JIAS ist ein individuelles Hörtraining nach den Erkenntnissen von Dr. Kjeld Johansen aus Dänemark. Es lässt sich genau auf die Hörfähigkeit des einzelnen Menschen abstimmen und wird seit über 30 Jahren weltweit in derzeit 22 Ländern angeboten.

Durch eine verbesserte Hörfähigkeit gelingt es dem Kind, sich auf Höreindrücke leichter zu konzentrieren zu können. Es kann die gehörte Sprache besser verstehen, sich längere Sätze besser merken, Laute sicherer voneinander unterscheiden.

Vorgehen

Nach einer genauen Überprüfung verschiedener Hörfunktionen erhält der Klient eine individuelle, auf seine Hörfertigkeiten abgestimmte Hörtrainings-CD, die er zu Hause für ca. 6-12 Wochen täglich 10 Minuten über Kopfhörer hört.

Nach dieser Hörphase findet eine neue Überprüfung statt. Veränderungen werden besprochen und anschliessend wird ene neue, an die aktuellen Testergebnisse angepasste CD erstellt.

In der Regel werden 4 bis 5 CD's gehört, um für den Klienten das bestmögliche Resultat zu erreichen.


Mögliche Symptome und Ursachen

  • kurze Aufmerksamkeitsdauer
  • Ablenkbarkeit
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Missverstehen von Fragen
  • Verwechslung ähnlich klingender Wörter
  • Probleme, längere Höranweisungen zu verstehen
  • Undeutliche Aussprache
  • Buchstabenverwechslung oder Verdrehung
  • Schlechtes Leseverstehen
  • Viele Rechtschreibfehler

Für viele Kinder mit zentral auditiven Verarbeitungsstörungen trifft zu, dass sie in der Kindheit spät sprechen gelernt haben. Doch auch wenn der Spracherwerb rechtzeitig erfolgte, können wichtige Phasen, z.B. die detaillierte Analyse der Laute, die für Lesen und Schreiben von grösster Bedeutung sind, ausgelassen worden sein. Das Kind kann dan den Unterschied zwischen ähnlichen oder zusammengesetzten Lauten wie p/b, ng/nk, nicht heraushören. Wenn diese Laute sich für das Kind gleich anhören, so nimmt es folgerichtig an, dass sie auch gleich geschrieben werde.

Häufige Hals-, Nasen- und Ohrenentzündungen in der frühen Kindheit, die vorübergehenden Höreinschränkungen führen, können die Ausbildung solcher Lautunterscheidungsfähigkeiten stark beeinträchtigt haben. Auch mangelhafte auditive Anregung oder sogar eine ständige laute Geräuschkulisse kann die Fähigkeit, genau hinzuhören, einschränken.

Nicht nur zu wenig zu hören, sondern auch zu viel zu hören, stellt für manche Kinder ein Problem dar. Zuviel zu hören bedeutet, dass ein Kind nicht in der Lage ist, Nebengeräusche wegzufiltern bzw. zu ignorieren. Wer bevorzugt mit dem linken Ohr hört oder kein eindeutig bevorzugtes Ohr hat, verarbeitet Sprache und Laute nicht so effektiv und schnell.